Nach der Neuordnung Russlands Anfang der Neunzigerjahre hat das Land im Osten Europas auch seine Tore für interessierte Besucher geöffnet. Auf über 17 Millionen km² erstreckt sich das Land und birgt dabei so manche Schätze, die es als Besucher zu erkunden gilt. Wer unmittelbar in der Hauptstadt landet, wird sich schon zu Beginn seiner Reise in einer fremdartigen Umgebung wieder finden. Die für das europäische Auge sehr ungewohnte Architektur der Hauptstadt hinterlässt bei Touristen aus der ganzen Welt einen nachhaltigen Eindruck. So ist beispielsweise das staatliche Geschichtsmuseum einer der ersten Anlaufstellen für kunst- und kulturbegeisterte Besucher. Hier erfährt man viele interessante Details über die Vergangenheit und den Einfluss verschiedener Wirtschaftssysteme auf das Land und ihre Bevölkerung. Auch bieten die zahlreichen Denkmäler auf den weltberühmten Plätzen der Hauptstadt einen Einblick in die Tradition des Landes. Ein Besuch des nahegelegenen Regierungsgebäudes sollte ebenfalls zum Pflichtprogramm einer Reise durch Russland sein. Überhaupt ist die typisch russische Architektur mit ihren abgerundeten, blattgoldverzierten Dächern ein Erlebnis der ganz besonderen Art.
Wer zwischen den vielen Museen, Theatern und den historischen Plätzen ein wenig Ablenkung sucht, dem sei eine Fahrt mit der berühmten Untergrund-Bahn der Hauptstadt ans Herz gelegt. Hier treffen staunende Besucher auf einmalig gepflegte Tunnelsysteme, die teilweise sogar mit Kronleuchtern behangen sind. Ohnehin lässt es sich dem Charme der Stadt nur sehr schwer entziehen.
Möchte man weiter ins Landesinnere reisen, sollte man sich im Vorfeld genaustens über die Bahnstrecken und die verkehrenden Züge informieren. Die Linien sind fast ausschließlich privatisiert und ein Vergleich erweist sich häufig als sehr lohnenswert. Von einer Erkundung des Landesinneren auf eigene Faust und ohne Erfahrung sei an dieser Stelle allerdings abgeraten. Zu leicht verliert man in den endlosen Weiten zwischen Taiga und Tundra die Orientierung. Bei einer Bevölkerungsdichte von nur 13 Einwohnern pro km² ist Hilfe in der Not nichts, worauf man sich blind verlassen sollte.