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22. Juli 2010

Die IT-Branche schwächelt - Spezialisten sind gefragt

Dass ein Großteil unseres Alltags auf Technik basiert, ist kein Geheimnis. Doch wer steckt eigentlich dahinter und wie sind die Berufsaussichten für Informatiker und Technik Begeisterte?

Die Computer-Branche klagt zunehmend über mangelnde Aufträge und Unzufriedenheit der Belegschaften. Grund dafür ist die steigende Konkurrenz aus dem Osten, die durch, teils konkurrenzlos, billige Dienstleistungsangebote den europäischen Markt schwächt. So finden sich auch hierzulande immer mehr Unternehmen die Arbeitsfelder resignierend outsourcen, also in Länder mit geringeren Lohnkosten verlagern. Die Folge davon ist Arbeitsplatzabbau.

Während vorwiegend der Sektor des Supports, also die telefonische oder schriftliche Unterstützung der Anwender, betroffen ist, sind Fachkenntnisse im Bereich Hard- und Software sowie Telekommunikation gefragt wie eh und je. Telefonischer Service lässt sich aus einem anderen Land nun mal leichter durchführen als eine PC-Reparatur der Kunden vor Ort. Wer über eine Ausbildung im Anwendungsbereich verfügt, wird relativ schnell auf dem Arbeitsmarkt fündig und verdient dabei im Durchschnitt etwa 38.000 Euro im Jahr. Auch als System- oder Netzwerkadministrator lässt sich mit einer entsprechenden Ausbildung hierzulande gutes Geld verdienen. Grund dafür sind die teils sehr komplizierten Computer- und Telekommunikationsanlagen mit denen sich bereits kleine Unternehmen ausstatten. Um sich zwischen Hunderten von Kabeln und IP-Adressen, also den „Anschriften“ der Computer, zurechtzufinden, bedarf es allerdings fundiertem Wissen. Durch eine Weiterbildung in diesem Bereich lassen sich Gehälter von über 40.000 Euro pro Jahr erzielen. Auch auf eine andere Sparte, die IT-Beratung, wird von Unternehmen aller Art und sämtlicher Branchen fast immer zurückgegriffen. So wird eine IT-Firma beispielsweise mit der Frage nach einer bedarfsgerechten Software konfrontiert oder kümmert sich um die Zusammenstellung neuer PCs für die Kunden. Ein guter IT-Berater wird dies allerdings selten ohne ein Informatikstudium. Dafür sind mit Dienstleistungen dieser Art etwa 60.000 Euro im Jahr zu verdienen.

In einer Zeit, die durch Technik geprägt ist, lässt sich im Moment in der internationalen Halbleiter-Branche, sprich Prozessorherstellung, am leichtesten ein Job finden. Hier sind Gehälter von 80.000 Euro üblich.

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