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11. November 2010

Wo gibt es gute Angebote für Hip-Hop-Tanzunterricht?

Inspiriert von Videoclips, Breakdancern in den Discos und bekannten Hip-Hoppern wollen immer mehr Kinder und Jugendliche selbst Hip-Hop erlernen. Doch welchen Stil und welche Schule wählen?

Hip-Hop ist eine spannende Tanzform mit vielfältigen Bewegungsstilen und zugleich ein wirkungsvolles Fitnesstraining: Er schult die Koordination, das Rhythmusgefühl und den Ausdruck und fördert die Kondition. Wer mit Hip-Hop beginnen will, wendet sich am besten an spezialisierte Tanzstudios oder auch Ballettschulen. Dabei empfiehlt es sich, zuerst einmal Probestunden an verschiedenen Schulen nehmen, um zu sehen, ob einem die Tanzart überhaupt liegt und welche Stilart einem am besten gefällt. Die meisten Tanzstudios und Ballettschulen bieten kostenlose Probestunden an. Besonders günstige Stunden kann man an Volkshochschulen belegen. Jugendhäuser bieten ebenfalls manchmal Hip-Hop-Kurse an.

Vorerfahrung ist nicht notwendig, um mit Hip-Hop-Tanzunterricht zu beginnen. Die ersten Schritte sind schnell erlernt, und schon nach kurzer Zeit kann man in Clubs und Discos seinen Tanzstil mit Hip-Hop-Bewegungen (den so genannten "Moves") aufwerten. Viele Elemente des Hip-Hops entstanden bereits in den 70er Jahren. Sie wurden von Afro- und Lateinamerikanern kreiert und wanderten dann nach Europa. Unter anderem flossen Bewegungen aus dem Funk- und dem Step-Dance in den Hip-Hop ein. Typisch sind Bein- und Armisolationen. Im Unterschied zum Ballett ­bleiben Hüfte und Brust entspannt. Die gängigsten Hip-Hop-Tanzstile sind Popping, Locking und Breakdance.

Der Streetstyle entstand in den Straßen ärmerer Viertel, enthält viele improvisatorische Momente und wird auch gern als Wettkampf (battle) zwischen zwei Einzelpersonen oder Gruppen ausgeübt. Breakdance wird auch "b-boying" genannt. Beim Breakdance unterscheidet man Toprock, Downrock, Power Moves, Freezes und Suicides. Toprock-Bewegungen werden stehend ausgeführt und sind sehr vielfältig. Beim Downrock bewegt man sich auf Füßen und Händen auf dem Boden. Power Moves sind akrobatische Einlagen, Freezes anspruchsvolle Posen. Bei den Suicides tut man so, als ob man die Kontrolle über den Körper verlieren würde. Das Locking entstammt dem Funk Dance. Dabei führt man schnelle Arm- und Beinbewegungen durch und erstarrt dazwischen immer wieder. Dieser Tanzstil enthält auch viele interaktive und komische Elemente. Beim Popping kontrahiert und entspannt man abwechselnd den Körper, um ruckartige Zuckungen zu erzeugen. Mit dem Popping eng verbunden ist der Electric Boogaloo, ein eher beinorientierter Stil mit weichen Gleit- und Wellenbewegungen aber auch Robotertanzelementen.

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